Gefühlschaos, Muster, Trigger und (zu-/ein-) ordnende Aspekte

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19.03.2025 08:01
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Zitat von Fundus im Beitrag #1763
Sondern ich gehe davon aus, daß das was ich gesagt habe, bei einem erwachsenen Gegenüber angekommen ist und verstanden wurde. Was der-, genauer die- ;) jenige daraus macht, ist einzig und allein ihr Bier.

Ich mag den Gedanken! - Danke.
Leider vergesse ich ihn regelmässig, weil manchmal mein eigenes inneres Kind das Ruder übernimmt - und ich bin froh, wenn ich diesen Wechsel bemerke.
Leider vergesse ich ihn regelmässig, wenn ich Menschen begegne, die nicht merken, dass ihre "inneren Kinder" oder andere Anteile an der MACHT sind (und ich habe den Eindruck, dass diese inneren Kinder erwarten, jeder müsse ihnen liebevoll begegnen, weil ihre eigenen Eltern versagt haben.)

Ich war letztes Jahr in einem Marketingkurs. Sehr viele haben sich beschwert, zu wenig "an die Hand" genommen worden zu sein. Die Antwort des Kursleiters lautete: Wir sind in der Erwachsenenbildung. - Bildung und neues Lernen heisst "an die Hand genommen werden, um sich das neue aneignen zu können" Erwachsen heisst: ein gewisses Mass an Selbstorganisation wird vorausgesetzt.
Das, was ich ihm rückblickend "ankreide": Es gab am Anfang keine klaren Aussagen, wo sich diese "Grenzen" befinden und datenschutzbedingt, war es den Teilnehmern unmöglich über 2 unterschiedliche Gruppen in dem Marketingkurs unsere gemeinsamen Arbeitsgruppen zu bilden aus Menschen, die sich nicht kannten.

Jetzt habe ich einen weiteren Kurs bei dem Anbieter mit einem anderen Kursleiter gebucht.
Puh, die klare Anleitung VOR Kursbeginn ist vorhanden.
Der Kurs startet um 19.30 h - ich beginne dann mit dem Inhalt. Wenn ich damit begonnen habe, lasse ich keinen rein, weil ich meine Aufmerksamkeit auf die Gruppe lenke. Ab 19.15 h könnt ihr euch einloggen.
KLARE Ansage. So sind seine Regeln. - (und noch ein paar mehr)
Entweder ich mache mit oder ich lass es.
Keine Chance durch "Verspätung" aufzufallen. Keine Gelegenheit wieder einzusteigen, wenn das NETZ ausfällt und mich "rausschmeisst".

Obwohl mich diese Art der "diktatorischen" Anleitung stresst (das kleine Kind in mir grüsst und will so nicht behandelt werden), bietet so eine klare Anleitung Orientierung und zeigt: du bist erwachsen. Ich erwarte von einem Erwachsenen, dass du in der Lage bist, die Inhalte vorzubereiten. Mindestens den Versuch zur Umsetzung erwarte ich. Bäng!

Erwachsene können damit umgehen! Auch emotional. Sie können sich selber regulieren.
(ja, wenn sie nicht traumatisiert sind. - sie können sich helfen lassen und diese Kompetenz erwerben, um "erwachsen" zu werden.)

Was dein Beispiel mit dem Blinker angeht: ich glaube, der ärger über die anderen, die den Blinker nicht verwenden, ist sein Antreiber, um den eigenen Blinker reparieren zu wollen und ein gutes Vorbild sein zu wollen.
Ich kenne die Person nicht. Ärger enthält energie...auch die Handlungsenergie.
Schnell werden "Emotionen" als Fehl am Platz gedeutet.


Was dein Virus-Beispiel angeht. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich diese Metapher verstanden habe.
Also der Virus Forscher kündigt ein unbekanntes Virus an. Der Bäcker reagiert mit "Hände waschen".
Keiner der beiden sagt: "Vorsichtsmassnahmen müssen erhöht werden, indem Masken getragen werden, ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden muss, der Hygienestandard insgesamt vorübergehend erhöht werden muss"
(ich lass die "einsperren und Grenzschliessungen und die Impfplichtprogramme weg - ist vielleicht nicht bei jedem Virus in dem Ausmass erforderlich, abgesehen davon ist der natürliche Immunschutz, den der Körper aufbauen kann während er sich mit dem Virus auseinander setzt auch da.)


Zitat
wie schnell man in persönliche Bereiche kommt, die enorm heikel sind. Fühlt sich einfach schei... an, wenn jemand so direkt in einem rumwühlt.


Ja, ich bestätige: es fühlt sich extrem unangenehm an. Als wäre mensch erwischt und beschämt worden.


Zitat von Fundus im Beitrag #1763
War zwar als allgemeiner Gedanke interessant, ob ich mir womöglich unterbewußt versage, zufrieden, glücklich etc. zu sein. Aber das war halt auch sehr nahe an "Mein Gott bist Du blöd, zieh doch einfach in ein riesengroße Wohnung wo alles in Ordnung ist und Deine Probleme sind weg."

Ein Umzug verändert zwar die Umgebung und bringt vielleicht neue Chancen mit sich, aber all die inneren Kinder und Anteile und andere "verhaltensbedingte" Probleme und Gewohnheiten werden mit umziehen.
Mir hat vorgestern ein Coach gesagt: wenn du vor XX Angst hast, dann lauf weg.....
...weglaufen vor einer Gefahr, der ich nicht ins Auge geschaut habe, ob sie WIRKLICH gefährlich ist, wird mir nicht helfen, sondern dazu beitragen, dass ich vor allem und jedem davon laufe, weil ich "gefahren" nicht mehr unterscheiden kann.
Mir hilft es mehr, wenn mir die Person Möglichkeiten anbietet, wie ich auf SICHERE Weise hinsehen kann. Also mit genügend Abstand und die Person bei mir bleibt.
Und bedauerlicherweise ist das in einem schriftlichen Austausch nicht möglich.

Zitat
Nun bin ich mir selbst zwar unglaublich viel wert, das könnte man mit Millionen gar nicht bezahlen, aber es gibt nunmal äußere Grenzen die vom inneren Willen unbeeindruckt bleiben.

Das stimmt. Ich freu mich für dich, dass du diese innere Haltung und diese Unterscheidungsfähigkeit hast, Fundus.

Nicht immer leicht zu unterscheiden - wie war das? Worauf kannst du Einfluss nehmen? Auf deinen inneren Willen.
Worauf kannst du kaum Einfluss nehmen. Die Summe im Mietvertrag (vielleicht kannst du verhandeln).
Das finanzielle Budget, das dir zur Verfügung steht. Kannst du beeinflussen und hängt gleichzeitig an sehr vielen dieser äusseren Grenzen.

Schön, deine Art der Reflexion zu lesen. Danke dir.


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25.03.2025 08:32
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Zitat von IBI im Beitrag Neues aus dem Horrorhaus
Zitat von Wolfram im Beitrag #1772Ich lese auch schon länger nicht mehr IBIs Eigene Threads, weil ich da nicht reinschreiben darf und sie von mir auch keine Hilfe haben will. Ungefragt helfe ich keinem, der keine Hilfe haben will.
Wolfram, war mir nicht bewusst.
Wahrscheinlich hast du aus einmal NEIN geschlossen....nie wieder fragen dürfen.
Ungefragt bedeutet - du kannst fragen.....ich könnte bitten.
Mitlesen kannst du ohne zu schreiben. Wenn dir manche meiner Hinweise helfen, kannst du es wie die vielen stillen Mitleser halten und so profitieren.
Wenn lange nichts von dir lese, frage ich mich, wie es dir geht. Schön, wieder von dir zu lesen.
Was mir nicht gefällt, dass deine Beiträge häufig nicht zum Thema passen. Ein technisches Computer Problem passt nicht in einen Thread zu Emotionen....es sei denn du schreibst, wie es dich aufregt, wie du dich ärgerst....der Fokus liegt dann bitte auf DEINEN eigenen Emotionen und nicht auf deinen Rechner oder auf deinen Nachbarn. Das ist ein Lernprozess für viele Messies.
Jetzt geschieht es auch: wir befinden uns in "Annas Horrorhaus "und diese Antwort an dich gehört nicht hierher, sondern an einen anderen Ort. Da du bei mir nicht mitliest, kann ich die Antwort gerade nicht verlagern.

Ja, Katrin Nacke ist Coach. Die wenigen Helfer, die hier mitgeschrieben haben, haben gemerkt, dass ihre Art der Hilfe nicht angenommen werden konnte. - irgendwo gibt es Threads: warum Messies sich nicht helfen lassen wollen....Ich vermute, manche der Helfer haben sich mit ihren Hinweisen nicht wertgeschätzt gefühlt, sie waren es nicht gewohnt mit sooo viel Widerstand aller Art umgehen zu müssen.

Um die feinen Unterschiede zu beschreiben, um die es mir geht, werden die Beiträge länger. Vielleicht sind sie ermüdend, weil dich unbewusst etwas erreicht, vor dem dein Nervensystem dich automatisch beschützen will. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass es einzelne WORTE gibt/gab, die mich ermüdet haben, weil sie unbewusst getriggert haben. Und möglicherweise fehlt meinen Beiträgen, ein wenig "Pepp".

Nun ja, zurück zu Anna:
Wenn sie sauer auf mich wird, hat sie genügend "PEPP" erhalten und alle die erbost reagieren, den "Beitrag melden" Button drücken, sind auch aufgewacht: sie trauen anderen scheinbar nicht zu, sich selber zu "beschützen". und ja, ich weiss: Meine direkte Art wirkt nicht sehr mitfühlend. Ich werde meinen Weg finden, das zu ändern. Ich finde meine Trigger, warum ich dieses "beschwichtigende" Vorgeplänkel bei einer unangenehmen Aussage nicht mag, obwohl es die gesellschaftliche Etikette verlangt.



Ich ergänze: Ich mag es nicht, wenn in anderen Communities nur positive Rückmeldung gegeben wird, weil jeder "Angst" hat andere zu verletzen. Ja, je nach Art der Verletzung kann eine "Beschämung" vor anderen schnell folgen.
Beschämung ist unangemessen.
Ich lese oft: es berührt mich, es bewegt mich, das ist soo toll wie du, ich bekomme gänzehaut, ....
Mir fehlen diese Worte, wenn ich ich in meinem inneren spüre. - meine gänsehaut zeigt sich bei kälte. - Kälte mag ich nicht.
Liebevoll und wohlwollend....ja das ist wichtig. In manchen Kontexten empfinde ich es wie eine "Lüge".
Zuerst "betüddel" ich mit "heuchlerischen" Worten eine Person, bevor ich dann in die "verletzende" Version einsteige.

"Bei allem Respekt" beginnen die Amis in vielen Filmen, wenn sie ihrem Vorgesetzten eine Kritik mitteilen wollen.....
Ist jede kritische Aussage mit "Respektlosigkeit" verbunden?
Soll es den inneren Widerstand brechen, damit eine Kritik besser angenommen werden kann, indem VORHER "bedauert" wird, um den natürlichen "Schutzmechanismus" zu unterbinden.

Ich erlebe das nicht wie "echtes bedauern". - Weiss ich, wie sich bedauern anfühlt, wenn es von Herzen kommt?
Oh, ich erinnere mich an eine Frage an einen Therapeuten: "Wie kann BEILEID herzlich sein?"
Für mich ist es eine "Floskel".
ähnlich wie "bedingungslose Liebe" eine Floskel ist.....Solange ich in meinem inneren nicht eine spürbare und emotionale Erfahrung zu so einer "Floskel" gemacht habe, bleibt sie eine "nichtssagende" Floskel. Der Inhalt kann mich nicht erreichen.
Da ich kürzlich einen spürbaren Eindruck von dieser Qualität "Liebe" gewinnen durfte, verwandelt sich der Eindruck "Floskel"....Die Gelegenheiten für das "SPÜRBAR" finden, ist meine Herausforderung.

Mein Herz zeigt sich kalt und leer.
Mein Herz zeigt sich beschützend vor all den Verletzungen, die es nicht erträgt.
Mein Herz glaubt vielen "Entschuldigungen" nicht.
Mein Herz zerbricht und hat keine Lust mehr, immer wieder gebrochen zu werden. (ui, dieser Satz erzeugt Schmerzen in den Schläfen.)

Nun ja, das war der Mangel, den ich in der Kindheit erlebt habe: wie lernt ein Mensch den Umgang mit Menschen, die ihr "kaltes Herz" zeigen?

Was geschieht, wenn "warme Herzen" einem "kalten Herzen" begegnen????
Die einen mögen sich Gründe überlegen, die Verständnis dem "kalten Herzen" entgegen bringen, um die eigene "wärme" zu behalten.
Ich bin extrem unruhig bei diesem Satz-----Verständnis ist gut und recht, aber ICH VERSCHWINDE innerlich dabei und bin so was von UNWICHTIG ---- nee, das vertrage ich gefühlsmässig nicht.

Irgendwas geschieht in mir, während ich mich mit diesen "Gegensätzlichkeiten" auseinander setze.
Kümmere ich mich später drum....wird mir gerade etwas viel und PAUSE ist wichtig, um das, was ich in mir auslöse mit dieser Art "Reflexion" zu verdauen......


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25.03.2025 11:52
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Ich würde auch sagen, das ist von Typ zu Typ verschieden. Ich zum Beispiel mache nicht gern viele Worte. Ob das nun generell gut ist, würde ich bezweifeln. Viele Worte, wenige Worte? Die eine so, die andere so. Ein Richtig gibt es in der Kommunikation ja sowieso nicht.

Aber wie Dich macht es mich etwas besorgt, wenn ich lese, wie es Anna geht und sie (trotzdem) genauso weiter machen will wie bisher. Aber ich habe es jetzt einmal gesagt. Also einmal, was ich an ihrer Familie und Umgebung komisch finde. Und davor einmal, welchen kleinen Schritt sie mal raus aus einer möglichen Umklammerung versuchen könnte.

Wenn sie das (noch) nicht will, okay. Das ist ihre Sache. Aber es fiel mir natürlich auf, dass Anna aber behauptet, diese Vorschläge wären total falsch oder halblegal bis illegal. Das kann man schlecht so stehen lassen. Und ich finde, das hast Du auch sehr gut erklärt.

Es kommt aber scheinbar beim Gegenüber nicht an. Möglicherweise liegt es ja auch daran, dass Anna Begrifflichkeiten und Deutungen für psychologische und emotionale Dinge falsch beigebracht wurden. Ich sage das, weil es bei mir so war. Meine Eltern haben mich mit Absicht in diesem Bereich völlig verwirrt, belogen und falsch dressiert. Nur sie und ihre "Freunde" kannten die falschen Deutungen, also diese Art "Geheimsprache", auf die sie mich dressiert hatten. Also das war der Plan, der dann, kann man sich vorstellen, mal mehr oder weniger in ihrem Sinne gut oder schlecht funktioniert hat. (ich meine, das ganze heißt emotionaler Missbrauch, bin mir aber nicht sicher.)

Aber vielleicht ist es bei Anna auch etwas anderes. Wie gesagt, das ist ihre Sache. Aber wir sollten uns wenigstens auf eine gemeinsame Sprache einigen. Oder wir geraten hier immer mal wieder aneinander. Kann man aber auch mit leben. Sich zu bemühen, (nur) sachlich zu bleiben, wie Draculara schreibt, ist sicher eine Möglichkeit zum besseren Verständnis. Aber das möchte ich auch nicht immer und grundsätzlich so machen. Nur, wenn es hakt.


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25.03.2025 14:42
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Gitta,
Fundus schrieb - von erwachsenen darf jemand erwarten, dass er sich erwachsen verhält.

Unglücklicherweise ist im Fall von TRAUMA nicht alles "erwachsen" worden. Es steckt fest.
(Anna schrieb, dass sie sogar die Diagnose hat KPTBS - das T ist TRAUMA.....und ohne Begleitung ist es kaum möglich da raus zu kommen.)

Das macht es in der Kommunikation gleichfalls schwierig.
Stehst du einem erwachsenen Gegenüber oder einem Jugendlichen bis Kleinkind, dass trotzdem irgendwie 30 oder 40 oder 50 oder 60 und noch älter werden konnte?

Wir können Anna nicht abnehmen, selber erkennen lernen zu dürfen, dass sie in einem dieser Stadien stecken geblieben ist.
Sie erhält so viele Hinweise darauf - nicht nur von uns, sondern auch - aus ihrem privaten Umfeld, die sie aus meiner Sicht nicht wie eine erwachsene deuten kann, sondern in der Deutung eines Kindes feststeckt.

Drum kann genau das sooo stark triggern und verärgern...."schon wieder dieses Muster, und ich kann nichts dafür"....
Sie kann lernen ihren eigenen Anteil am Muster zu identifizieren. Denn diesen eigenen Anteil kann sie beeinflussen (als Erwachsene, nicht im erstarrten Kindermodus.)
Ich wette das KLEINKIND durfte sich niemals ärgern, daher bin ich gerne Auslöser für ihren Ärger. Meist gewinnen Kinder danach einen kleinen Wachstumsschub....

Wenn sie das (noch) nicht will.....der Wachstumsschub kann ohne ihren Willen geschehen.
Vielleicht vertraue ich inzwischen darauf, wenn ich jemanden sehr provoziere: ich probiere den erwachsenen anzusprechen, während ich weiss, das kind wird wütend sein.....

Einen Fehler, den ich dabei mache, vermag ich im Kontext "Forum" nicht ändern.
Vielleicht ist es fast unmöglich diesen Aspekt wirklich einzubauen, den ich jetzt nicht benennen möchte.

Denn egal wie oft Messies um Hilfe bitten.....sie lehnen sie vehement gleichzeitig weltmeisterlich ab....und schaffen es die Helfer in eine Hilflosigkeit zu befördern. Ein Machtspiel der anderen Art.

Also - bin ich dafür verärgerte Bewegung in die Sache zu bringen, auch wenn sie sie auch ablehnen und ich Grenzen überschreite, denn mit seiner stoischen widerstandhandlung überschreitet der Messie die GRENZEN seiner Helfer und glaubt anschliessend: keiner würde ihn mögen......
Manchmal handelt mensch mehr nach seinen unbewussten Glaubenssätzen als einem lieb ist.

in der erwachsenenwelt heisst es: du musst dich selber mögen, bevor du andere mögen kannst.
in der Kinderwelt ist es nötig: ein erwachsener, der sich selber mag und sich selber spürt, kann einem Kind zeigen wie es spürend lernen kann, sich selber zu mögen.

ich meide weder Sybille noch Anna, NUR weil sie sauer auf mich sind. Dafür mag ich beide zu gerne. Würde ich sie nicht ein bisschen mögen, würde ich mir wahrscheinlich gar nicht erst die Mühe machen.

Ach ja, Goofy mag es auch nicht so gerne.....und ab und an zeige ich ihm den Spiegel wie weit er uns bereits voraus ist, was seinen äusseren Messie-Kram angeht.
Die eigenen Fortschritte anerkennen lernen, gehört auch dazu. Denn damit gibt er sich nach und nach die "Erlaubnis" wichtig in dieser Welt zu sein.
Sich von einer Gruppe zu lösen, in der er sich wohl fühlt und verstanden fühlt, fällt extrem schwer. Das ist nicht das, was ich bezwecken möchte. ABER sich nicht immer von dieser Gruppe in die vertraute Vergangenheit ziehen lassen, ist die andere Kunst darin.

Ich versuche meine Grenze zu bewahren und meinen Anteil daran zu würdigen, und mich ein bisschen daran zu erfreuen, dass in dem ausgedrückten ärger jede Menge LEBENSENERGIE in Bewegung kommt. - Nicht MEINE, sondern die Lebensenergie der Person, die in ihrem DRAMA hängen bleibt.
Sich dauernd hinter schützenden Mauern verstecken, frisst Energie, bleibt in der Depression....und weckt keine Lebensenergie......

Wenn wir uns in diesem Forum "nur harmonisch" verhalten, glaube ich, werden wir nicht daran wachsen.
Wir bleiben in einem Selbsthilfegruppenmodus stecken. Keiner wächst, weil alle Kinder sind ----nicht alle gleich alt und manche Kinder können was, das andere nicht so gut können. und umgekehrt.

Vor vielen vielen vielen Jahren hatte ich einen Disput mit @Emin.
Es hatte mit seinen vielen "Umstrukturierungen" zu tun, die er wellenmässig macht.
Seitdem sprechen wir nicht mehr miteinander. - Ich war damals noch sehr in meinem TRAUMAzeugs gefangen und er in seinem.

Was wir beide nicht wirklich gelernt haben: wie verträgt mensch sich nach solch einem Zoff???
Wir haben keine Harmonie hergestellt....es gibt ein nebeneinander her.

Nein, kein Mensch MUSS sich wieder mit dem anderen vertragen.
Es ist mehr die FRAGE darin, was HABE ICH NOCH nicht lernen können, um das zu können.
Was hat EMIN - vielleicht bereits gelernt - das ich NOCH nicht kann? Oder ist EMIN in einem Stadium, in der er diese Kompetenz auch noch erlernen darf??

Das weiss EMIN. Das sind nur Vermutungen und Ahnungen, die ich anstellen kann...

Ich bedaure sehr, dass ich in der KINDHEIT KEINE ERLTERN hatte, die mir diese Kompetenz SICH NACH EINEM STREIT zu versöhnen, wieder Kontakt aufzunehmen und Verbindung herzustellen, NICHT BEIGEBRACHT haben, und ich es aus SICHT eines Erwachsenen leider nicht KANN.
Da stecke ich in meinen Kinderschuhen fest......ODER vielleicht verändert sich ein wenig, weil ich es anspreche???

Müsste ich nicht auch längst diese Gruppe verlassen?
Ja, wahrscheinlich.
OBWOHL ich bis heute nicht ausgemistet habe.....im Gegensatz zu vielen anderen hier.....
(Mein Grund hier bleiben zu dürfen und fast alles mit der WELT teilen zu können, was mich - auf meiner "verkümmerten" Gefühlswelt - bewegt.)

Mir ist bewusst, dass darin noch das Thema rund um Verlustängste steckt: mal sehen, wann ich das wieder und wieder und wieder angehe und in Begegnung bringe.....


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25.03.2025 16:07
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Zitat von Scherbe im Beitrag Neues aus dem Horrorhaus
und ob eine Therapie da nützlich war...

Liebe @Scherbe
Ich möchte hier mal etwas ganz allgemein dazu sagen. Bei manchen Menschen helfen ein paar Wochen oder Monate Therapie, so dass am Ende ein von ihnen auch so empfundener "Durchbruch" steht. Andere Menschen machen eine Therapie, an deren Ende sie etwas weiter gekommen sind, also in ihrem Leben etwas weniger "Leidensdruck" haben. Sie können dann aber auch selbst an ihrem Problem weiter arbeiten. Bei manchen mag es gar nichts bringen, aber solche Fälle kenne ich persönlich nicht.

Man kann sich auch fragen (oder wird das auch in der Therapie gefragt), was denn sein Ziel ist, welches man erreichen will. Manche Ziele (z.B. ich will wieder arbeitsfähig sein) sind schneller zu erreichen als andere (z.B. ich will meine Vergangenheit aufarbeiten, um davon befreiter zu sein). Das Ziel kann sich auch im Laufe ändern oder es kommen andere oder neue Ziele dazu. Oder manche fallen weg. Usw.


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