Projekt "Umzug", Phase I

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26.02.2025 12:21
avatar  Scherbe
#1061
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Hallo @Robin

Zitat von Robin im Beitrag #1059
Was sind denn "585"-Bücher?


Bei mir bedeutet das so etwas wie "unzählige", andere sprechen da evtl. von "tausend" Büchern ;-) - vermutlich hatte ich alle, die es zu dem Thema gibt zumindest schon mal in der Hand...

Gerade überlege ich, wo die "Magische Küchenspüle" sich bei mir versteckt hat (also das Buch).
Meine Spüle ist sehr groß - und selten leer.

Zitat
Das Problem sind die Strukturen in meinem Hirn, die keineswegs doof sind, aber immer viel zu viele Kreuz- und Querverbindungen sehen, zu vieles, was man auch noch berücksichtigen müsste.


Das ist bei mir ganz ähnlich.

Dein Beispiel mit dem kreischenden Kleinkind gefällt mir - allerdings frage ich mich, ob sich das bei mir mit den Dingen so anfühlt... oder eher mit dem rebellierenden Kleinkind in mir?


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28.02.2025 10:47
avatar  Robin
#1062
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@Scherbe

Ach so. Ich glaube, ich war mit dem Zählen der ausgemisteten Teile irgendwo in den 8000ern angekommen, und das meiste waren Bücher. Es ist noch mindestens die Hälfte der Bücher, die ich hatte, da. 🥴 Trotzdem weiß ich, wo meine "Magische Küchenspüle" (das Buch) ist. Allerdings ist es, glaube ich, ganz okay, dass ich nicht versuche, jetzt das volle Programm durchzuziehen. Kann mich erinnern, dass es aus verschiedenen Bestandteilen besteht, die sich schon ganz schön zusammensummieren. Gestern habe ich neben Spüle inklusive Abwasch und Flächen abwischen das Altglas weggebracht. Das kann man bei uns nicht im Hof entsorgen, sondern muss es zu einem öffentlichen Altglas-Container bringen. Vorgestern neben Spüle (all inclusive) auch mal wieder richtig gekocht. Also ich versuche so täglich ein kleines bisschen mehr oder auch mal was abwechseln, bis wieder eine einigermaßen funktionierende tägliche Routine da ist.


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01.03.2025 19:20
avatar  Gitta
#1063
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Was ich mal fragen wollte. Perfektionismus beim Putzen ist aber nicht so Dein Problem? Also wenn Du Dich aufgerafft hast, dann putzt Du einmal drüber und fertig. Du machst Dir dann nicht noch hundert Gedanken über möglichen Schmutz in den Randrillen oder die benachbarten Flächen oder den ganzen Raum … Also ich muss mich da schon bewusst ausbremsen, sonst gehen die Ansprüche, die ich vermute an mich gestellt werden, mit mir durch.


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01.03.2025 20:27
avatar  Sybille
#1064
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Zitat von Gitta im Beitrag #1063
Was ich mal fragen wollte. Perfektionismus beim Putzen ist aber nicht so Dein Problem? Also wenn Du Dich aufgerafft hast, dann putzt Du einmal drüber und fertig. Du machst Dir dann nicht noch hundert Gedanken über möglichen Schmutz in den Randrillen oder die benachbarten Flächen oder den ganzen Raum … Also ich muss mich da schon bewusst ausbremsen, sonst gehen die Ansprüche, die ich vermute an mich gestellt werden, mit mir durch.


Darf ich fragen, wie Du da die ausbremse - Grenzen definierst @Gitta ich frage mich immer, woher "man" das weiß. (Sorry, falls die Diskussion dich nicht interessiert @Robin wir können sie auch gern in meinem thread fortsetzen, wenn Dir das lieber ist.)


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04.03.2025 12:53
avatar  Robin
#1065
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@Sybille @Gitta

Die Diskussion ist hier okay, aber wenn du sie lieber bei dir drüben führen möchtest, Sybille, ist es auch okay.

Ich habe tatsächlich nicht das Gefühl, dass *qualitativer* Perfektionismus mein Problem ist. Das ist vermutlich sozialisationsbedingt: Das Elternhaus prägt uns hinsichtlich was wir als normal empfinden. Und da bin ich so geprägt, dass man putzt, weil etwas schmuddelig ist, und das man vom Fußboden nicht essen können muss usw.. Als Kind habe ich mich unwohl gefühlt, wenn es bei anderen Leuten nach Putzmitteln roch und die Bewohner genauso antiseptisch waren wie ihr Einrichtungsstil. Bei uns durften Gänseblümchen und Löwenzahn im Rasen wuchern, sämtliche Kinder der Nachbarschaft kamen zum Spielen in unseren Garten, weil sie das zu Hause nicht durften, und meine Mutter brachte für alle selbstgemachte Limonade raus...
Bis sie vom Alkoholismus so angeschlagen war, dass sie mittags immer schlafend auf dem Sofa lag, wenn ich von der Schule nach Hause kam. Ich hab dann mit meinem Bruder den Abwasch gemacht und alleine noch das Schlafzimmer, und mich dann hingesetzt und Zeitschriften gelesen, bis meine Mutter aufwachte und ich sie zu therapieren versuchte...

Aber die Ideale von einem perfekten Leben sitzen trotzdem tief und bilden ein *quantitatives* Problem. Theoretisch müsste ich sozusagen alles tun, was ich gut finde - aber wenigstens müsste ich nichts davon besonders perfekt machen und schon gar kein "Putzteufel" sein. Nur eine perfekte Gastgeberin, allwissend und liebevoll, immer mit einem frischen Kuchen und einer Menge Haustiere, einen wildromantischen Garten mit Öko-Teich, Enten und einem Esel, eigener Energieversorgung durch selbstgebaute Solaranlagen, meine Möbel selbst tischlern und alles, was kaputt ist, reparieren (selbst natürlich), außerdem hervorragend kochen, Bilder malen, fotografieren, basteln...

Also punktuell gelingt es mir, mich von diesen Vorstellungen abzugrenzen - aber nur negativ. Also ich fühle mich dem bloß nicht so gewachsen und finde vieles davon verzichtbar. Also wieso sollte ich z.B. einen armen Hund in meiner Wohnung einsperren, der dann aus Kummer zum restlichen Chaos noch Dinge zerreißt, den Nachbarn die Ohren vollheult und auf den Teppich kackt. Aus Tierliebe? Wirklich??? 🤡


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