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Ein Gruß aus dem Chaos

Hallo @Verzweiflich
Hm ja, wenn das so ist, dass die Schuldenberatungen sagen, Du sollst es einfach weiterlaufen lassen, dann ist das so. Hätte ich nicht vermutet, aber die kennen sich sicher rechtlich besser aus als ich.
Sonst finde ich, was sollst Du mit so Aburteilungen wie faul, träge, Opfer, usw. anfangen? Also konstruktiv ist das wohl nicht gedacht. Und nie gedacht gewesen. Das nützt wahrscheinlich vor allem den Aburteilern. So können sie sich dann im Gegensatz als fleißig, agil und Täter/in betrachten. Ob das so stimmt, sei mal dahingestellt.
Ich meine, man stelle sich vor, da geht eine Frau mit Rheuma zum Arzt. Und der Arzt sagt: Tja, ihr Körper ist zu schwach und sie zu schmerzempfindlich. Tschüss.
Eben. Würde das ein Arzt sagen? Die meisten wahrscheinlich nicht. Oder der Physio oder die Apothekerin, oder…? Wahrscheinlich nicht.
Also warum sagt Dir das eine Person, die Dir laut Angabe helfen soll? Sie soll ja nicht herkommen, Dich begutachten und beurteilen, was die aktuelle Situation angeht. Und Dir dann einen Pflegegrad zuweisen oder so was. Eben.
Also für mich gesprochen, glaube ich, wir Messies haben vor allem ein Problem damit, andere Menschen und auch deren Meinungen (Urteile) zu wichtig zu nehmen. Also ich meine jetzt nicht von Menschen, die dazu berufen sind, wie zum Beispiel Richter an einem Gericht. Sondern von Menschen, die uns kaum kennen (und meist auch gar nicht näher kennen lernen wollen), mit denen wir auch (glücklicherweise) kaum zu tun haben. Und die uns auch gar nichts können.
Und so denke ich, das Beste ist, sich selbst ernst und wichtig zu nehmen. Und das in Einklang zu bringen mit nur denen da draußen, die einem tatsächlich etwas können. Der Rest soll eben sonst wohin gehen.
#117

Hey @Gitta
ich finde, was du schreibst, macht irgendwie total Sinn. Denke ich. Glaube ich. Gerade das mit den Aburteilungen – als würde es irgendwem helfen, wenn man Menschen einfach abstempelt. Meistens sagt das doch mehr über die Leute aus, die urteilen, als über die, die beurteilt werden. Und trotzdem ist es schwer, das nicht an sich ranzulassen. Vielleicht, weil es so tief sitzt oder weil man es sich doch irgendwo zu Herzen nimmt, auch wenn man es eigentlich nicht sollte.
Das Beispiel mit dem Arzt trifft es echt gut. Kein Arzt würde sagen „Tja, Pech gehabt, Ihr Körper ist eben zu schwach“, und doch gibt es in anderen Bereichen immer wieder Menschen, die genau so reagieren. Das macht es umso schwerer, sich nicht von diesen Urteilen beeinflussen zu lassen.
Ich weiß nicht, ob ich das für mich schon so umsetzen kann. Irgendwie ist heute einer dieser Tage, an denen mein Kopf sich gegen alles sträubt, selbst wenn ich verstehe, dass du recht hast. Gestern war ich noch voller Elan, und heute geht einfach nichts. Zwei Liter Koffein haben auch nichts gebracht, ich fühle mich trotzdem wie festgefahren. Vielleicht ist es einfach so ein Tag, an dem man sich eingestehen muss, dass gerade nicht mehr geht.
Ich werde wohl früher ins Bett gehen und hoffen, dass es morgen besser ist. Und mal sehen, ob sich die Dame morgen in die Wohnung wagt – das wird spannend.
Bis morgen und danke für deine Worte! 😊
Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
— Georg Christoph Lichtenberg
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Hallo @Verzweiflich ,
was dir die Leute von den Schuldnerberatungen geraten haben, ist genau das, was ich tue... Wobei für mich das allergrößte Hindernis für eine Privatinsolvenz ist, dass man da seinen ganzen Papierkram für aufgeräumt haben muss. Das hat für mich erstmal keine Priorität, weil ich kann auch so ganz gut leben. P-Konto und fertig! Ohnehin würde ich in diesem Leben nicht mehr fertig werden mit dem Abstottern, weil ich hab elternunabhängiges Bafög gekriegt (also den vollen Satz) und mein Studium nicht beendet. Das würde ich so niemandem raten - aber es ging mir im Verlauf der Studienzeit psychisch immer schlechter - ich kam da fröhlich, selbstbewusst und mit großer Klappe und hervorragenden intellektuellen Fähigkeiten rein und ging raus als jemand, der beim Reden Panikanfälle kriegte wegen dem Eindruck, dass meine Stimme verschwindet und die Leute mich anstarren wie ein ekliges Insekt. Abbrechen war sozusagen eine notwendige Rettungsmaßnahme. (Ich hab mich übrigens vollständig erholt, außer die Konzentrationsfähigkeit - es ist fast so, als sei sowas wie ADS zurückgeblieben!)
Einzelfallhelfer bekommen weniger Zeitaufwand bezahlt und haben weniger Rechte als gesetzliche Betreuer. Letzteres spricht m.E. für die Einzelfallhelfer, weil unter den Betreuern gibt es nicht wenige schwarze Schafe, die das Geld einstreichen und nur versuchen, dafür möglichst wenig zu tun. Das kann z.B. so aussehen, dass sie im Namen ihrer Klienten die Wohnung kündigen und einen Heimplatz bestellen, obwohl das nicht nötig wäre, wenn sie ihre Arbeit machen würden. Es gibt da leider keinerlei unabhängige Kontrolle! Ich würde eine Betreuung nur riskieren, wenn ich zum einen jemanden habe, der mir notfalls da wieder raus helfen kann, und zum anderen irgendeinen Grund habe, davon auszugehen, dass der/die Betreuer_in vertrauenswürdig ist. Z.B. weil ich jemanden kenne, der/die durch diese Person betreut wird und zufrieden ist. Auf YouTube wird man definitiv fündig, wenn man nach Skandalen und Missständen zum Thema Betreuung sucht - und von redaktionellen Teams recherchierte Beiträge... Einzelfallhelfer sind m.E. völlig ungefährlich - aber ich weiß auch nicht, wo man sie beantragen kann.


Gold

Silber

Bronze

Medaille

Pokal
Also ich finde Deine Sichtweise sehr klug @Gitta Ich wünschte ich wäre in diesem Punkt so weit wie Du, denn Du hast absolut Recht und es würde mir wirklich helfen das so zu empfinden.
Aber ich weiß ärgerlicherweise, dass ich mich absolut nicht in der Lage sehe das für mich so umzusetzen.
Also, Du hast Recht!!! Und rational ist mir das auch bewusst. Aber emotional...
Also, ich packe das nicht. Ich sage gern, dass ich ehrlich (!) glaube, dass es mir leichter fiele eine Doktorarbeit zu schreiben, als mein Wohnzimmer aufzuräumen. So ähnlich ist das hier auch. Ich sollte mir von solchem Gequatsche nichts annehmen, ich weiß ja. Aber ich hab da diesen Pin im Kopf, dass ja *diesmal* vielleicht jemand eine gute Idee haben *könnte* und wenn ich nur brav genug dessen Unverschämtheiten ertrage, *dann* wird der mir gleich die ultimative Lösung präsentieren. Und alles wird gut. Kann man nur rausfinden, indem man bis zum Ende zuhört, nicht wahr... usw.
Nun könnte ich hier eine komplizierte Theorie ausbreiten weswegen ich so geworden bin und woran es liegt , dass ich diese Macke bisher nicht loswerden kann (die gibt's tatsächlich. Und wie so oft bei Psychoanalyse: Wenn man tief genug gräbt, macht alles Sinn - aber wenn man tief genug gräbt hat man danach ein riesiges Loch.) aber ich glaube "Kanns gerade nicht ändern" trifft es eigentlich ganz gut.
Fakt: Ich kann gerade nicht ändern, dass es mich trifft, wenn die Menschen "sowas" reden.
Ich höre oft, es sollte mir egal sein. Und so ist es ja auch. Sollte es. Ist es aber nicht...
Also, @Verzweiflich falls Du es auch gerade nicht ändern kannst, wir müssen auch nicht alles gleichzeitig lernen. Ich finde Du hast auch so schon einiges auf dem Zettel.
Regen wir uns halt weiterhin über Idioten auf , bis wir die passende Meditationsform gefunden haben, die in unserem Kopf ein tiefes Summen erzeugt und uns in den Pausenmodus versetzt, immer wenn jemand dummes Zeug redet. Irgendwann - vielleicht.
Bis dahin: Keep going!!!

@Sybille also ich würde nicht sagen, ich hätte das emotional für mich schon umgesetzt. Ich denke auch, das Emotionale ist das Letzte, was sich ändert. Falls es sich überhaupt jemals völlig rück-umstellen lässt. Vielleicht bleibt immer ein kleiner Rest, der in entsprechenden Situationen getriggert wird. Einfach weil die schlechte Erfahrung nun mal gemacht und in uns abgespeichert ist.
Aber ich kann ja meine Reaktion vernunftmäßig übersteuern. Macht man ja sowieso oft, sonst würden wir Erwachsene wohl heulend am Boden liegen, wenn etwas nicht klappt. 😉
Also ich meine, es ist wichtig, schon der Emotion gewahr zu werden, aber dann bewusst etwas erstmal leicht anderes zu tun. Nur so viel, wie es eben geht. Und sei es, nur tief Luft zu holen und sich im Kopf nochmal zu hinterfragen, ob die "Meinung" dieses Nachbarn denn nun wirklich so wichtig ist. Und wenn das in der Situation nicht geht, dann eben hinterher dazu nochmal Gedanken machen.
Und das versuche ich eben zu machen, wenn ich Zeit habe. Also mich immer wieder zu fragen, ob die Welt tatsächlich untergeht, wenn ich etwas anderes mache, als wie irgendwer anders will. Oder ob die Welt da draußen nicht voller Irgendwers ist, die grundsätzlich erstmal das machen, was sie wollen. Und dies eben so lange, bis sie irgendwo anecken. Dann wird eben ein Kompromiss ausgehandelt und weiter geht’s. Nur ein paar wenige haben das nie gelernt. Könnte ja sein.
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