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Ein Gruß aus dem Chaos
#111

Unterstützung und Selbsthilfe – Suche nach Wegen
Hallo zusammen,
erstmal ein großes Dankeschön für eure Worte und euren Zuspruch. Es bedeutet mir wirklich viel, dass ihr euch die Zeit nehmt, mir zuzuhören und mir Mut zu machen.
1) Thema Post:
Eigentlich habe ich kein grundsätzliches Problem mit Post @Gitta , aber aktuell fällt es mir extrem schwer, mich mit meinem Postkasten auseinanderzusetzen. Er ist mittlerweile voll mit Mahnungen und gelben Briefen, und jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, spüre ich diese Beklemmung. Ich weiß, dass ich mich darum kümmern muss, aber allein der Gedanke daran löst schon Stress aus. Ich versuche, mich dem Stück für Stück zu nähern, aber es ist eine echte Herausforderung. Die Miete geht direkt vom Amt zu meiner Vermieterin, die ist kein Problem. Und das andere? Nun, ohne Geld ist es schwer
2) Stress und körperliche Reaktion:
Ich glaube, der ganze Stress hat mich körperlich mehr mitgenommen, als mir bewusst war. Neulich habe ich versucht, mich zu entspannen und bin über eine Stunde in 40°C warmem Wasser geblieben – und trotzdem war mir !im Wasser! noch immer kalt. Ich wusste gar nicht, dass sich Stress so stark auf den Körper auswirken kann, aber es scheint sich alles zu stauen.
3) Fehlende Unterstützung vor Ort:
Leider gibt es hier keine spezielle Hilfe für Menschen mit Messie-Problemen oder Selbsthilfegruppen, die sich mit solchen Themen befassen. Ich habe schon recherchiert, aber nichts in meiner Nähe gefunden. Das ist wirklich schade, denn ich glaube, eine Anlaufstelle vor Ort wäre unglaublich wertvoll. Ich denke sogar darüber nach, wie man so eine Gruppe vielleicht selbst ins Leben rufen könnte. Aber das ist leichter gesagt als getan – ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll.
4) Familiäre Probleme und das Gefühl des Alleinseins:
Eines der Dinge, die mir am meisten wehtun, ist die Reaktion meines Vaters. Ich hatte gehofft, dass er mir irgendwie zur Seite stehen würde, aber stattdessen macht er komplett dicht. Ich fühle mich von ihm im Stich gelassen, und das schmerzt mehr, als ich es mir eingestehen möchte. Auch meine Schwester ist innerlich zerrissen – ich merke, dass sie es eigentlich auch nicht so möchte, aber meine Situation belastet sie. Seit ich mich offenbart habe, fühlt es sich an, als wäre ich eine Aussätzige.
5) Schwierigkeiten mit dem SPDi:
Die Frau vom SPDi, die eigentlich eine Unterstützung sein sollte, ist inzwischen nur noch in Streitlaune. Ich habe das Gefühl, dass sie mich nur noch als faul abstempelt, anstatt wirklich zu verstehen, warum mir manche Dinge so schwerfallen. Anstatt Hilfe zu bekommen, muss ich mich ständig rechtfertigen, und das macht es noch schwieriger, voranzukommen.
Ich frage mich, ob es überhaupt rechtens ist, eine Ansprechperson außerhalb dieser Strukturen zu verlangen – einfach jemand, der die Situation neutral betrachtet und nicht von Vorurteilen geleitet wird, damit ich hier weiter wohnen darf. Aber ich würde wirklich alles tun, um meine Wohnsituation zu stabilisieren und endlich wieder etwas Ruhe in mein Leben zu bringen.
Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen oder Tipps, wo man für die Gründung einer Selbsthilfegruppe Unterstützung finden kann? Oder kennt jemand eine Möglichkeit, an eine neutrale Ansprechperson zu kommen?
Liebe Grüße und danke fürs Lesen.
Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
— Georg Christoph Lichtenberg
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Hallo @Verzweiflich
Ich frage mich, ob es hilfreich oder doof ist, was ich beizutragen hätte.
Fazit: Weiß ich nicht.
Ich sitze gerade blöd im Wartezimmer und hab eh nix besseres zu tun, daher hau es jetzt raus in der Hoffnung, dass Du mir glaubst, dass es gut und hilfreich *gemeint* ist - und Du "einfach" aufhörst zu lesen, wenn Du "nicht schon wieder DIE Leier, die kann ich schon im Schlaf" denkst.
Also.
Ich verstehe offen gesagt nicht, was Du für eine "Ansprechperson" verlangen möchtest?
Wer sollte sowas sein?
Woher sollte die kommen?
Was sollte die tun?
Und von *wem* möchtest Du die "verlangen"?
Zwei Punkte sind mMn aktuell wichtig.
1. Wohnung "schick" kriegen.
2. Zukunftsplanung
1. Hast du glaube ich gerade ganz gut im Griff. Und ich glaube ich müsste mehr über das restliche Problem wissen um da Vorschläge zu machen.
Zu 2. Die Frage wie es in so kurzer Zeit wieder so eskalieren *konnte* ist ja eigentlich wurscht. Und auch wenn Vermieter und Familie und was weiß ich wer noch "Wie konnten Sie nur???!!!" rumlabern, wollen die doch *eigentlich* keine Analyse der Vergangenheit. Sondern tragfähige Zusagen für die Zukunft.
Also lass Dir kein schlechtes Gewissen machen, das lähmt nur. Wesentlich ist ausschließlich die Frage, wie man verhindert, dass es wieder passiert.
Ob "dem" Messi 😜 Ursachenforschung hilft oder nicht, ist eine ewige Frage, die sich letztlich wohl nur mit "Es kommt drauf an" umschreiben lässt (Findest Du hier mit der Suche bestimmt seitenweise Überlegungen zu. Es ist kompliziert...)
Was man aber denke ich sagen kann, ist, dass Du aktuell gerade nicht die Zeit hast erstmal ne dreijährige tiefenpsychologische Ursachenanalyse einzulegen , denn dann ist die Wohnung *wirklich* weg.
Ob Du ne Therapie machen willst.
Ob Du ein Aufräumtagebuch schreiben oder Gründe Gründe sein lassen willst, ist denke ich eine individuelle Entscheidung, die man separat erwägen und betrachten kann. Fände ich sogar wichtig ehrlich gesagt. Es ist deine Entscheidung. Also triff sie bewusst.
Gleiches gilt mMn für die Gründung von Selbsthilfegruppen und Co. Finde ich grds gut, ganz ehrlich. Aber dafür braucht man Zeit, Ressourcen und Nerven und Du hast aktuell nic davon. Nette Idee. Ehrlich. Aber lass es trotzdem. Du verzettelst dich. Und wenn Du am Ende ne Selbsthilfegruppe hast, der Du erzählen kannst, wie Du aus der Wohnung geflogen bist... eben.
Will sagen:
In *Deiner* aktuellen Situation brauchst Du mMn *jetzt* nen pragmatischen Zukunftsplan. Auf tiefschürfende Erkenntnisse kannst Du gerade nicht warten. Auch nicht wenn sie hilfreich *wären*.
Weil man dir sonst die Wohnung nimmt, während Du ne grundsätzliche Lösung erarbeitest.
Punkt.
Okay.
Was mir dazu einfällt:
Mir persönlich gefällt der Gedanke mit den regelmäßigen Terminen des SPDi in der Wohnung gut. Denn auch und gerade (!) wenn sie der Meinung ist, dass das nicht ihre Baustelle ist, sind diese Termine als Kontrollinstanz mE sehr geeignet. Die Dame wird wenn das so ist nämlich nicht einfach die Augen verschließen. Und ich glaube ehrlich (!) nicht, dass es möglich ist, in kurzer Zeit total zu versumpfen, wenn man gezwungen ist, alle 2 Wochen den Müll rauszubringen, Küche und Bad zu putzen und eine saubere un-stinkige Sitzgelegenheit anzubieten.
Macht sich mE auch gut als Argument dem Vermieter gegenüber. "Sie können regelmäßig Frau Müller Lüdenscheid fragen, wie es aussieht. Sie hat bereits klargestellt, dass sie nicht für mich lügen wird." Kommt bestimmt gut.
Also. Punkt 1. Kontrolltermine.
Ich persönlich versuche mich außerdem an Minimalroutinen, die ich auch umzusetzen versuche, wenn (gefühlt) die Welt untergeht. Man putzt sich schließlich auch immer die Zähne, wenn man nicht im Koma liegt.
Meine #wie-Zähneputzen Routinen sind Toilette-und-Waschbecken-putzen, Geschirr- in-Spülmaschine, Müll-in-Mülleimer.
Das ist so "viel" dass ich das Gefühl habe, schon einen gewissen Grundstock zu haben, wenn ich mit Aufräumen anfange. Und so wenig, dass ich es meist auch schaffe, wenn ich fix und fertig bin.
Punkt 2. Minimalroutinen.
Außerdem habe ich Mal den Rat gelesen, man möge die Dinge dann tun, wenn sie am wenigsten Aufwand sind. Fand ich sehr klug, Versuche ich so zu machen.
Wenn ich *zum Beispiel* gleich eine Tüte Orangensaft in der Küche fallen lasse und der ganze Boden klebt. Dann wird das Aufwischen mit jeder Stunde, die ich warte schlimmer. Der Saft zieht ein und trocknet. Dann schimmelt er. Dann... Kennt man ja.
Fazit: Wenn ich gleich Orangensaft in der Küche verschütte, dann ist es *nie* wieder so wenig Arbeit ihn auftzwischen, wie sofort.
*machen*.
Das ist was anderes als "normal" den Boden zu wischen, was jederzeit gleich viel Arbeit ist.
Ich lasse also gezielt Dinge liegen, die immer gleich viel Arbeit sind, um Dinge, die "sonst schlecht werden" sofort zu tun.
Punkt 3: Nichts anbrennen lassen. (Gilt auch für Papierkram, nervige Nachbarn... Ach. Kennt schätzungsweise jede*r. Wenn man jemanden erstmal dreimal vertröstet hat, ist der bereits genervt, wenn man zum Gespräch kommt und wenn... )
Also. Ähm. Ich weiß, man soll Menschen keine Geld-hat-man-zu-haben Ratschläge geben. Aber Entrümpelungen und Wohnungslosigkeit kosten *auch* Geld, daher wollte ich es wenigstens Mal fragen:
Die Putzfrau deiner Schwester kannst Du dir nicht evtl. in regelmäßigen Abständen leisten? (Ich sag Mal so: Bei meiner Kollegin kommt die Putzfrau alle zwei Wochen für zwei Stunden und nimmt 15€ / Stunde. Klar ist das Geld. Aber 15€ / Woche kosten Sport, Zigaretten, Katze, Friseur, Sonnenbank, Fast Food... auch leicht. Ich persönlich wüsste, auf welchen persönlichen "Luxus" ich dafür ggfs verzichten würde. Es *ist* ein kleiner Luxus. Ist mir bewusst. Trotzdem dachte ich, ich erwähne es, weil es *zB* Deinem Vater vielleicht auch lieber wäre seine Tochter nicht in einer Einrichtung zu sehen. Vielleicht ist der beim Anblick einer entrümpelten Wohnung und einer Tochter mit Zukunftsplan und Perspektive bereit ein paar Monate lang regelmäßig mit ein paar Euro zu helfen? - statt Weihnachts - und Geburtstagsgeschenk zB, wir haben alle eh zu viel Zeug 😉)
Punkt 4 Putzfrau?
Außerdem fällt mir auf, dass die Nachbarn sich wenn ich das richtig verstanden habe beschwert haben. Es ist also wichtig Dir zukünftig die Nachbarn vom Hals zu halten. Und zwar fast egal, ob sie einfach Recht haben oder pingelig sind. (Von absoluten Lügnern, die komplett erfundenen Schwachsinn reden jetzt mal abgesehen.)
Die Frage ist also, was die fürn Problem haben? Die können sich ja nicht mit "Frau Verzweiflich hat den Abwasch nicht gemacht" an den Vermieter wenden. Müll? Geruch? Ungeziefer? Was immer es ist, dieser Punkt kommt ganz oben auf deine zukünftige Arbeitsliste. Denn wenn sich keiner beschwert. Eben...
Punkt 5 Steine-des-Anstoßes gezielt berücksichtigen.
Wäre das, was mir spontan einfällt. Und wie immer: Hör bloß nicht unreflektiert auf mich, ich hänge schließlich auch nicht in Messi foren ab, weil ich die ultimative Lösung kenne. 😉

Hallo @Verzweiflich
Erstmal möchte ich mich in allem dem anschließen, was @Sybille so zusammen überlegt hat. Kleine Schritte und kleine Erfolge anstreben, und das Wichtigste besonders im Auge behalten.
Sich eine SHG ans Bein zu binden, das bedeutet ja, für alles Organisatorische zuständig zu sein, Räume zu buchen, Termine mit allen abzusprechen. Dann für alle und interessierte Neue immer erreichbar sein. Erklären, reden, moderieren, auf die Zeiten achten. Ich weiß auch gar nicht, ob man dafür vorher noch einen Lehrgang machen sollte. Na ja, ich würde es jedenfalls nicht machen. Aber wenn es eine Gruppe in Deiner Nähe gibt, warum nicht mal vorbeischauen, ob es Dir da gefällt.
Und, gibt es in Deiner Nähe eine SHG für an Depression Erkrankte?
Betreffend "das Wichtigste", wenn Du ein Schuldenproblem hast, würde ich dringend zu einer Schuldnerberatung gehen. Das Sozialamt oder SPDI können Dir sicher helfen, wo das in Deiner Nähe machbar ist. Das Problem mit dem Verschleppen und Nicht Reagieren ist, dass die Schulden dann immer größer werden. Vielleicht kannst Du das im Moment sowieso nicht zahlen. Aber es fällt Dir dann schwer auf die Füße, wenn es Dir einmal wieder besser geht und Du einen Job hast. Also lieber jetzt über die Schuldenberatung die Sache mit den Gläubigern regeln. Oder es eine Person Deines Vertrauens mit dem/der Schuldenberater/in regeln lassen.
Die Idee von @Robin mit einer Einzelfallhelfer*in könntest Du doch mal erfragen. Fragen kostet ja nichts.
#114

Hey @Sybille , danke für deine ausführliche Nachricht! 😊 Ich weiß deine Gedanken und Vorschläge wirklich zu schätzen – und keine Sorge, ich nehme es definitiv als gut gemeint auf. Und auch ernst! Ich versuche, passend auf alles zu antworten.
Wartezimmer? Ich hoffe, dir geht es gut? Wenn nicht, gute Besserung liebe Sybille
Zur Ansprechperson: Die Idee einer Selbsthilfegruppe (SHG) ist etwas, das aktuell ganz hinten ansteht. Ich habe weder Erfahrung darin, so etwas zu leiten, noch weiß ich, wie der Aufbau und die Organisation einer solchen Gruppe funktionieren würden. Die Idee kam mir, als ich ein YouTube-Video sah, in dem das Thema „Messie“ mal wieder auf das Klischee von „faul und träge“ reduziert wurde. Das hat mich ziemlich aufgeregt, weil es einfach nicht die Realität widerspiegelt. Doch da ich von der Materie SHG keine Erfahrung habe (hier gibt es iwie gar keine) wäre da eine Ansprechperson gut. Aber wie gesagt, ganz hinten
Zur Wohnungssituation: Ich lebe hier seit über 10 Jahren und bin in der Vergangenheit bereits mehrfach angeeckt. Jetzt droht der Hausverwalter indirekt damit, meiner Vermietung von einer Fortsetzung meines Mietverhältnisses abzuraten, falls es keine Ansprechpersonen von außerhalb gibt. Immerhin scheint es so, als könnte ich der fristlosen Kündigung diesmal noch entgehen. Aber sollte sie wirklich das ganze beenden wollen, findet sie einen Grund
Zu den Nachbarn: Angeblich haben sie sich beschwert. Und angeblich gab es einen schriftlichen Beschwerdebrief. Dieser „Brief“ stellte sich dann allerdings als „Anruf mit Verdacht“ heraus. Und dann erzählt mir der Hausverwalter, dass genau dieser beschwerende Nachbar sich nun für mich einsetzt? Das Ganze ergibt für mich keinen Sinn. Der wahrscheinliche Hintergrund ist, dass mein Vermieter die Wohnung entweder bereits verkauft hat oder verkaufen will.
Zur SPDi-Mitarbeiterin: Wenn sie sich mal dazu durchringen könnte, sich die Wohnung selbst anzusehen, wäre das wirklich hilfreich. Aber nein, sie hat das Ganze nie auf dem Höhepunkt der Problematik miterlebt. Vielleicht hat mein Vater recht, und die Zusammenarbeit mit ihr ist tatsächlich „Zeitverschwendung“. Sie selbst sagte zu mir, dass das alles meine eigene Verantwortung sei und sie dafür nicht zuständig ist. Das spricht nicht gerade für ihre Unterstützung. Und genau diese Worte sagt sie der Hausverwaltung. Das ist sicher keine Hilfe.
Zu meinen Minimalroutinen und Ordnung: Ich habe erste feste kleine Routinen begonnen, die mir helfen, Struktur zu bewahren. Beispielsweise lüfte ich zu festen Zeiten. Wenn ich abends vom PC aufstehe, räume ich den Tisch ab und bringe den Müll raus, während gelüftet wird. Jeden Abend muss das Spülbecken leer und sauber sein, genauso wie das Waschbecken im Bad. Daneben versuche ich, spontan das zu erledigen, was mir gerade in die Finger kommt.
Zum Beispiel mit dem O-Saft: Dein Beispiel klingt sehr plausibel. Ich denke, das ist ein Ansatz, den ich in meinen Alltag einbauen kann.
Zur Hilfe meiner Schwester: Heute habe ich mich einer weiteren Hilfe meiner Schwester gegenüber geöffnet, und sie hat mir von sich aus Hilfe angeboten. Sie will mich sogar einmal beim Putzen unterstützen – das finde ich wirklich krass. Natürlich kann sie nicht unbegrenzt helfen, aber sie hat auch vorgeschlagen, mal mit mir zu „Jagus“ zu fahren. Total cool! Ich habe sie heute getroffen, als ich meine Tafelwaren abgeholt habe, und wir haben darüber gesprochen.
Erkenntnis zur Dankbarkeit: Ich habe festgestellt, dass es für mich einfacher ist, wenn ich mir morgens und abends drei bis fünf Dinge bewusst mache, für die ich dankbar bin. Das verändert meine Perspektive. Dinge, die mir sonst schwerfallen, fühlen sich dadurch weniger wie eine Last an und lassen mich zwischendurch sogar lächeln.
Ich habe auch über die Opferrolle nachgedacht – ein schwieriges Thema. Aber mir geht nicht aus dem Kopf, dass meine Nachbarin mich so nannte. Mehrfach. Weil ich ihr immer mit "Ja, aber..." antwortete. Ich bin jemand, der oft analysiert, was oder wer für eine bestimmte Situation verantwortlich ist. Oder wieso ich das ein oder andere nicht kann. Manchmal neige ich dazu, mich auf „Messie sein“ als Erklärung zurückzuziehen. Aber heute hatte ich einen Moment der Klarheit: Ich erwischte mich dabei, zu sagen: „Ich kann ja nichts dafür, weil.." Oder eben: "Ja sicher muss ich was ändern, ABER..."
Verdammt nochmal – nein! STOP! Das ist NICHT das, was ich will! Ich bin kein „Opfer“. Ich kann und werde dagegen angehen. Ich KANN es ändern! Ich werde mich NICHT in dieser Rolle ausruhen.
Zum Thema Schulden: Ich war bereits bei drei verschiedenen Schuldnerberatungen @Gitta . Alle drei kamen unabhängig voneinander zur gleichen Einschätzung: Keine Chance auf Insolvenz. Sie meinten, ich solle es einfach laufen lassen, da ich nicht pfändbar bin und als arbeitsunfähig gelte.
Ich bin aktuell dabei, einen gesetzlichen Betreuer zu beantragen – sowohl für meine Finanzen als auch für meine Wohnungsangelegenheiten. Solch eine Person hätte einfach einen besseren Überblick und könnte helfen, Ordnung in das Chaos zu bringen.
Allerdings gibt es ein Problem: Durch die Entmüllungsaktion sind sämtliche Unterlagen verschwunden. Ich weiß nicht, wo ich da nun ansetzen soll.
Und @Robin , was genau ist eine Einzelfallhelferin?
Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
— Georg Christoph Lichtenberg
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#115

Kleines amüsantes Geschehnis heute morgen
Wie dumm kann man sein? Meine Antwort: JAAA!
Also, ich rufe beim Jagus an, in der Abteilung für Maler. Ganz normaler Anruf – sollte man meinen.
Es geht ein Mann ans Telefon. „Hier Schneider“, meldet er sich.
Ich bin völlig verwirrt. Schneider? Ich wollte doch zu den Malern! Mein Gehirn setzt aus, Panikmodus an – also lege ich einfach auf.
Direkt danach denke ich: „Okay, nicht so schlau. Versuch’s nochmal!“ Also rufe ich direkt wieder an, diesmal mit dem festen Vorsatz, mich zu entschuldigen und meine eigentliche Frage zu stellen.
Diesmal geht eine Frau ans Telefon.
„Hier Schreiner“, sagt sie.
Ich bin erneut verwirrt. Hä?! Erst Schneider, jetzt Schreiner? Ich stutze, dann frage ich vorsichtig nach: „Äh… ich bin nicht bei Malern gelandet?“
Die Dame am anderen Ende wirkt jetzt selbst irritiert. „Nein, hier ist Schreiner.“
Ich entschuldige mich hastig fürs Verwählen und beende das Gespräch.
Dann, dritte Runde. Ich rufe wieder an. Und wer geht ran? Genau, wieder die Dame von eben!
Einen Moment lang ist Stille – und dann platzt der Knoten. Da trifft mich die Erkenntnis wie ein Blitzschlag – das sind einfach ihre Nachnamen! Nicht die Abteilung! Ich fange an zu lachen, sie lacht mit, und wir lachen uns gemeinsam kaputt über dieses absurde Missverständnis.
Am Ende hatte ich mich so verquatscht, dass ich völlig vergessen habe, was ich eigentlich wollte.
Also ja – wie dumm kann man sein? Die Antwort bleibt: JAAA! 😆
Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
— Georg Christoph Lichtenberg
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